News - Nickyvon nicky19.04.2010 - 19:12 Uhr
Die Welt mit Nicky Kolumne - 37 -
Hallo liebe Leser,
der Sommer rückt immer näher und schönes Wetter bekommen wir immer häufiger zu spüren. Aber während wir uns darüber freuen, wünschen sich die Fluggesellschaften im Moment sehnlichst etwas Regen, damit der Flugverkehr wieder in normalen Bahnen abläuft…
Seit Mittwoch, seit dem der Vulkan Eyjafjallajökull auf Island ausgebrochen ist, scheint Europa im Ausnahmezustand. Kein anderes Thema kommt gerade so oft in den Medien wie dieses. Ausgenommen natürlich in Polen, wo sich die Menschen gerade mit der Trauerfeier zu Ehren ihres verstorbenen Präsidenten beschäftigen und natürlich keine Zeit haben, sich über die Probleme im restlichen Europa zu kümmern. Andere machen da schon eher aus einer Mücke einen Elefanten, wie beispielsweise die BILD-Zeitung, die die neuesten Nachrichten über den Vulkanausbruch auf Island als „Das Asche-Monster“ deklarieren. Andere Zeitungen berichten auch nur von den wartenden Reisepassagieren, die nicht an ihr Reiseziel kommen und ganz andere Nachrichten zeigen die andere Seite eines solchen Ausbruchs an, nämlich die eines schönen und seltenen Naturschauspiels.
Das ungewöhnliche an diesem Ausbruch ist, dass er den kompletten europäischen Luftverkehr behindert. Flüge von Norwegen, Schweden, Dänemark und Deutschland sind ganz ausgefallen, Flüge von Spanien, Portugal gehen noch, aber nicht in Richtung Deutschland. Der Grund: die Glassplitter und Steinchen in der Aschewolke auf 11 km Höhe verstopfen angeblich die Triebwerke der Flugzeuge und können so zu einem Ausfall führen.
Helfen würde im Moment nur schlechtes Wetter, da dann die Asche regelrecht aus den Wolken heraus gewaschen wird. Aber diesmal, zum Leid aller Reisewilligen, wird es noch eine Weile schön bleiben.
Wo wir gerade bei den Reisewilligen sind, die Lage in der sie sich gerade befinden kann man nicht als die Beste bezeichnen. Denn wer will die Rückreise seines Urlaubs mit Camping auf dem Flughafen verbringen und dabei die gerade erholten Nerven wieder strapazieren? Aber im Gegensatz zu den Fluggesellschaften die Verluste in Millionenhöhe machen und denen ein Aufheben des Flugverbotes nicht schnell genug gehen kann, erzielen Bahn, Bus und andere Ersatzverkehrsmittel mehr Umsatz, als zu dieser Zeit wohl gedacht war.
Doch auf das freigeben des Luftraumes muss noch etwas gewartet werden. Am Freitag hieß es am Samstag kann wieder geflogen werden und heute, am Montag sind immer noch keine Maschinen gestartet und werden wohl bis am Abend auch nicht. Und auch der Vulkan auf Island macht keinerlei Anstalten mit dem Aschespucken aufzuhören, sondern ganz im Gegenteil, die Eruptionen sind noch genauso wie am Mittwoch als er das erste Mal ausbrach.
Aber es sind nicht nur die Urlauber die auf der Hin-, bzw. Rückreise sind, die von der Aschewolke betroffen sind, sondern auch Politiker, Manager, die nicht zu ihren Meetings und beispielsweise auch nicht zum Begräbnis von Lech Kaczynski und seiner Frau kommen konnten. Betroffen ist auch die Industrie, denn viel Produktionsmaterial und auch Nahrungsmittel kommen per Luftfracht, worauf die Fabriken und Produktionsstätten nun noch eine Weile warten müssen. Was aber nicht heißt, dass es nun keine Lebensmittel oder kein frisches Obst aus Spanien oder keine Tomaten aus Holland bei uns gibt…
Auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel konnte von ihrer Kalifornienreise nicht direkt nach Deutschland zurückfliegen, sondern musste Umwege nehmen. Schlechtere Auswirkungen hatte es wohl auf die kürzlich verletzten deutschen Soldaten in Afghanistan, die nicht nach Deutschland ins Krankenhaus gebracht werden konnten.
Bei solchen Ereignissen gibt es auch immer wieder Kritiker, die die Entscheidungen der zuständigen Ämter kritisieren. In diesem Fall die Entscheidung des Bundesverkehrsamt, das den Luftraum noch weiter sperren will. Manch einer fragt sich aber, wo bei einem klaren, wolkenlosen Himmel und Sonnenschein, wie es am Samstag der Fall war, bitte eine Aschewolke herkommen soll, eine Frage die sich auch die Fluggesellschaften stellen. Denn bei Testflügen war nichts Auffälliges während dem Flug und an den Maschinen festgestellt worden. Aber in so einem Fall, stehen die Verantwortlichen immer vor dem Zwiespalt ob nun für die Sicherheit der Reisenden und gegen den Profit entschieden wird, oder andersherum aber dafür eine eventuelle Gefährdung der Fliegenden in Kauf genommen wird. Doch nachdem auch der Deutschen Wetterdienst die Wolke bestätigt hat, bleiben die Flugzeuge am Wochenende und auch bis an diesem Montag noch am Boden.
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Eure Nicky























