News - Nickyvon nicky26.07.2010 - 22:41 Uhr
Die Welt mit Nicky Kolumne - 51 -
Hallo liebe Leser,
heute gibt es die 51. Kolumne und somit brechen wir die zweite Hälfte bis zur 100. Ausgabe von „Die Welt mit Nicky“ an. Die Thema diese Woche: Loveparade, Organisation „Task Force 373“, Richard-Wagner-Festspiele.
Eigentlich ein Fest für alle und jedermann, alt und jung, Mann und Frau. Bis jetzt charakterisierte sich die Loveparade immer durch Freude, Ausgelassenheit, Gleichheit für alle und Techno wo man steht und geht.
Dieses Mal erlebten die Besucher die in Duisburg stattfindende Megaparty als genau das Gegenteil. Keine Party, sondern Panik brach aus und hundertausende Menschen konnten wegen der sich bewegenden Massen weder nach vorn, noch zurück. Wie das buchstäbliche Kamel durch das Nadelöhr, versuchten auch hunderte Menschen durch einen Tunnel zu gelangen. Die einen wollten ihn als Ausgang und die anderen als Eingang benutzen. Dass das nicht funktionieren konnte, war wahrscheinlich jedem Außenstehenden von Anfang an klar. Dass es aber soweit kommt, dass es über 500 Verletzte und 19 Tote gibt, daran dachte bei der Planung anscheinend keiner. Jetzt gilt es den, bzw. die Schuldigen zu finden, auch wenn keiner schuld sein will und jeder behauptet, alles sei vorher abgeklärt und auf Sicherheit überprüft worden. Bei der Frage um die Sicherheit in der Theorie und den Sicherheitsstandards in der Realität scheiden sich jedoch die Geister. Zum Thema Sicherheit und Gefahrenrisiko war allerdings von vorn herein klar, dass das Duisburger Gelände nur für ein Drittel der anwesenden 1,4 Millionen Besucher Platz hatte. Vor dem Beginn der Technoparty hatten Polizei und Feuerwehr vor dem Tunnel gewarnt und auf ein mögliches Panikrisiko hingewiesen. Folgen der Katastrophe sind die, dass die fast jedes Jahr stattfindende Loveparade nicht mehr zelebriert werden kann und dass die Besucher zu Opfern anstatt zu Genießern geworden sind. Nun müssen sich die Organisatoren für ihre Fahrlässigkeit, das Sicherheitspersonal für ihr Fehlverhalten und die Behörden für ihre Fehlentscheidungen verantworten.
Fast wie in Counter-Strike geht es derzeit in Afghanistan zu. Nur heißt es hier nicht Terroristen gegen Antiterroreinheit – findet die Bombe und entschärft sie, sondern Taliban gegen US-Soldaten – findet die Terroristen. Gleich bleibt, dass die Soldaten, im Spiel die „Guten“, die Gegner/die Taliban, töten müssen/sollen/dürfen, wie man es eben nimmt. Vom Völkerrecht, oder von den Menschenrechten her, ist es moralisch nicht ganz korrekt heimlich Jagd auf Terroristen zu machen, während in den Medien von reinen Friedenseinsätzen die Rede ist. Aber nicht nur, dass es gegen den Frieden ist, den Krieg nur noch mehr fördert und geheim geschieht, hinzu kommt auch noch, dass der Friedensnobelpreisträger und US-Präsident Obama dafür verantwortlich ist, oder diese Geheimstrategie zumindest bei seiner Amtsübernahme billigte und übernahm. Dabei war es gerade er, der mit seinen Friedensparolen tausende Wähler für sich gewann und der mit neuen Strategien und Truppenverstärkungen die Terroristen besiegen und spätestens 2011 mit dem Abzug der internationalen Armeen beginnen wollte. Alles Pustekuchen und Überraschung, dank „wikileaks“ wissen wir nun von der „Task Force 373“. Diese geheime Organisation hat eine Liste mit Zielpersonen, die verfolgt, gefangen genommen, oder getötet werden sollen. Natürlich geschehen diese Einsätze nicht aus einer Laune heraus, um die Macht der US-Soldaten zu demonstrieren, oder Taliban am Hindukusch zu jagen, sondern ganz einfach aus dem Grund, weil trotz der 300 Milliarden Dollar, die seit dem Einsatzbeginn schon ausgegeben worden sind, keine großen Fortschritte gemacht wurden. Ganz im Gegenteil, die Taliban sind 2010 wieder fast genauso stark, wie 2001. Da dachten sich die Amerikaner wohl, dass nun schwerere Geschütze aufgefahren werden müssen, um der Lage wieder Herr zu werden. Anscheinend haben sie aber das kleine Detail vergessen, nämlich den Rest der Welt darüber zu informieren.
Neben gefährlichen Partys und geheimen Einsätzen in Kriegsgebieten, hat die Welt diese Woche aber auch noch etwas anderes zu bieten: die Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth.
Tenor dieser Festspiele sind Theater- und Musikaufführungen des 1883 verstorbenen Richard Wagner, die in Bayreuth im Festspielhaus auf dem so genannten Grünen Hügel aufgeführt werden.
Anwesend ist meist Gott und die Welt, neben normalen Bürgern auch Adelige, Reiche und auch Bundeskanzlerin Merkel ließ es sich nicht nehmen, der schönen Musik, bzw. dem Theater zu lauschen.
Besonders an diesen Aufführungen ist die Akustik des Festsspielhauses. Da der Zuschauerraum nur mit Holz verkleidet ist, die Sitze nicht gepolstert und keine Logen vorhanden sind, gehen kaum Geräusche verloren und der zwar unbequem sitzende Zuhörer kann den vollen Klang der Jahrhunderte alten Stücke Richard Wagners genießen.
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Eure Nicky
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